🟢 Branchen, die voraussichtlich profitieren werden
- Rechts- und Compliance-Dienstleister Warum? Unternehmen brauchen rechtliche Beratung zur KI-VO-Compliance, zur Risikoklassifizierung ihrer Systeme, zur technischen Dokumentation usw. Chancen: Neue Geschäftsfelder, besonders rund um Auditierung, Zertifizierung und Schulungen.
- KI-Anbieter mit Fokus auf Transparenz & Ethik Warum? Anbieter, die von Anfang an auf erklärbare KI, Datenschutz und faire Algorithmen setzen, können sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Chancen: Vertrauensaufbau bei Kunden, insbesondere im B2B-Bereich und im öffentlichen Sektor.
- IT-Sicherheits- und Datenschutzfirmen Warum? Die Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und Überwachung steigen durch die KI-VO. Chancen: Unterstützung bei Risikobewertungen, Systemüberwachung, Logging und Audit-Trails.
- Bildung und Weiterbildung Warum? Unternehmen müssen nachweislich die „KI-Kompetenz“ ihrer Mitarbeitenden fördern (Art. 4 KI-VO). Chancen: Wachsende Nachfrage nach Fortbildung, Zertifikaten und Trainingsangeboten.
🔴 Branchen, die eher unter Druck geraten könnten
- Startups & KMU mit Hochrisiko-KI Warum? Die Compliance-Anforderungen für Hochrisiko-Systeme (z. B. in Medizin, HR, Justiz) sind teuer und komplex. Risiko: Markteintrittsbarrieren steigen, besonders ohne eigene Rechts- oder IT-Abteilung.
- Big Tech mit wenig Transparenz Warum? Große Anbieter proprietärer Black-Box-Modelle geraten unter Druck, mehr Einblick in Trainingsdaten, Systemarchitektur und Risiken zu geben. Folge: Anpassungskosten, regulatorische Risiken, Imagefragen.
- Kreativwirtschaft (z. B. Medien, Verlage, Künstler) Warum? Die KI-VO regelt nicht umfassend den Umgang mit urheberrechtlich geschütztem Material in KI-Trainingsdaten – hier sehen viele Akteure unfaire Vorteile für große Tech-Unternehmen. Kritik: „Copyright Loopholes“ bleiben bestehen (vgl. aktuelle Debatte aus Februar 2025).
Stephanie Iraschko-Luscher
Stichworte: AI Act, KI-VO, Branchen
